Der FC Ibach bekundete am Samstag beim Absteiger FC Arbon keine Mühe und siegte hoch. In einem torreichen Spiel legten die Ibächler den Grundstein für den deutlichen Sieg in der ersten Hälfte.
Dass der FC Arbon, welcher in der abgelaufenen Saison aus der 2. Liga interregional abgestiegen ist, kein Gradmesser für die Ibächler war, zeichnete sich schon nach wenigen Minuten ab. Es dauerte dann auch nur sechs Minuten, bis die Gäste in Führung gehen konnten. Mit einem langen Ball lancierte Alain Saner Spielertrainer Marinko Jurendic, der den zögernd herausgekommenen Torhüter Straub umspielte und zum 0:1 einschob. Es spielte praktisch nur eine Mannschaft. Der Reihe nach vergaben Hoxha, Afazi und Ruhstaller beste Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Arbon hatte in der ersten Hälfte nur ein gute Aktion, als Bärlocher FCI-Hüter Ibrahimi mit einem guten Schuss testete. Das längst fällige 0:2 wurde dann in der 21. Minute Tatsache, als nach einem Eckball die beiden Innenverteidiger Roger Mathis und Mario Wasescha im Zusammenspiel erfolgreich waren.
Arbon wurde agressiver
Danach wurde die Gangart ruppiger, Arbon wehrte sich mit hartem Einsteigen und vielen Provokationen. In der 33. Minute liess der Schiedsrichter Gnade walten, als er Di Nunzio für ein Knochenbrecher-Tackling an Ruhstaller nur gelb zeigte. Fussball spielte eigentlich nur eine Mannschaft, der FC Ibach. Der unermüdliche David Peter vergab zuerst zwei gute Chancen, bevor er in der 38. Minute das 0:3 erzielte. Und noch vor der Pause durfte sich auch Dzavit Afazi in die Torschützenliste eintragen lassen. Mit einem schönen Schuss unter die Latte liess er Torhüter Straub keine Chance. Das Spiel war schon zur Halbzeit entschieden, die Jurendic-Elf hätte sich nur noch selber schlagen können. Und auch wenn nach der Pause innerhalb von kurzer Zeit zwei dumme Gegentore hingenommen werden mussten, und es nur noch 2:4 stand – so richtig in Gefahr war die Führung der Ibächler selbst zu diesem Zeitpunkt nicht. Aussenverteidiger Alain Saner zündete kurz darauf den Turbo und konnte nach einem herrlichen Solo über den halben Platz das 2:5 erzielen. Und in der 65. Minute verwandelte Manuel Ruhstaller den selber herausgeholten Elfmeter zum 2:6. Di Nunzio hatte ihn im Strafraum zurückgehalten und sah dafür die gelb-rote Karte.
Nachlässigkeiten waren irrelevant
Das Torfestival ging noch weiter, dieses Mal jedoch wieder auf der anderen Seite. Zum zweiten Mal traf der eingewechselte Vontobel für Arbon. Dass die Ibächler in der zweiten Hälfte nicht mehr so konzentriert und zeitenweise etwas verspielt zur Sache gingen, sei ihnen bei diesem Vorsprung nicht zu verübeln. Dave Peter stellte mit seinem zweiten Tor in der 81. Minute den Viertore-Vorsprung wieder her. Und fünf Minuten später fiel beinahe das achte Tor, doch der Schuss von Peter, dem wohl auffälligsten Ibächler an diesem Abend, prallte an den Pfosten. Fazit: Ibach hatte das Spiel jederzeit im Griff und hätte mit einer besseren Chancenauswertung locker auch zweistellig gewinnen können. Nun folgt die dritte und entscheidende Quali-Runde um den Einzug in den Schweizer Cup. Gegner wird am Mittwoch in einer Woche FC Kosova sein. Der Fokus liegt jetzt allerdings vorerst auf dem Meisterschaftsstart vom Sonntag in Goldau.
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